Steuererleichterungen für Ehrenamtler

In der Corona-Krise hat NRW bereits viele Millionen Euro an Vereine und ehrenamtlich tätige Menschen ausbezahlt. Im Rahmen des nordrhein-westfälischen Rettungsschirmes flossen in den letzten beiden Jahren beispielsweise rund 17,5 Millionen Euro an Sportvereine, für die Unterstützung ehrenamtlicher Aktivitäten weitere 926.000 Euro.

Das zur Verfügung gestellte Geld aus dem NRW-Rettungsschirm ist ein Baustein einer umfassenden Hilfsstrategie für das Ehrenamt. Neben den Hilfsgeldern haben die Finanzministerkonferenz und der Bundesrat auf Initiative von NRW und Hamburg steuerliche Erleichterungen beschlossen. Folgende Erleichterungen sind seit Anfang des Jahres im Jahressteuergesetz festgeschrieben:

  • Die Freigrenze der Körperschafts- und Gewerbesteuer für Vereine wird von 35.000 Euro auf 45.000 Euro brutto erhöht
  • Der Steuerfreibetrag für Einnahmen aus dem Ehrenamt, zum Beispiel als Übungsleiter, wurden von 2.400 auf 3.000 Euro jährlich angehoben
  • Der Freibetrag für die Ehrenamtspauschale wurde von 720 auf 840 Euro jährlich erhöht
  • Die Pflicht zur zeitnahen Mittelverwendung bei jährlichen Einnahmen bis zu 45.000 Euro wurde abgeschafft, um kleinere Vereine zu unterstützen
  • Der vereinfachte Zuwendungsnachweis für Spenden wurde von 200 auf 300 Euro angehoben. Es ist keine Spendenbescheinigung erforderlich, ein Kontoauszug und ein Beleg des Zuwendungsempfängers über die Berechtigung, Spenden entgegennehmen zu dürfen, reichen aus

Von diesen steuerlichen Regelungen profitieren auch Impfhelferinnen und -helfer, das haben die Finanzministerien von Bund und Ländern für die Jahre 2020 bis 2022 beschlossen. Das Ehrenamt ist für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft insbesondere in Krisenzeiten unverzichtbar.