Plasmaspende rettet Leben: Landesinitiative zur Förderung der Plasmaspende

Jeder kennt die Blutspende, viele haben es schon einmal selbst gemacht. Dass man auch nur Blutplasma spenden kann, ist dagegen weniger bekannt. Obwohl viele chronisch Kranke mit Immundefekten auf Blutplasma von Spendern angewiesen sind. Allein in Deutschland sind für die Behandlung von ca. 4 Millionen Patient:innen Blutplasma oder Plasmapräparate unerlässlich. Neben dem Einsatz bei chronischen Erkrankungen könnte der Einsatz bei der Behandlung von Covid-19 ein erfolgversprechender Therapieansatz sein.

Blutplasma ist der flüssige und zellfreie Bestandteil des menschlichen Bluts. Es enthält u. a. Proteine, die zur Herstellung lebenswichtiger Präparate eingesetzt werden. Aus dem Blutplasma von Menschen, die bereits eine Covid-19 Infektion überstanden haben, können Antikörper gewonnen werden, die zum Schutz vor, aber auch zur Therapie von akuten Infektionen verabreicht werden können. Die Blutplasmaspende ist weniger belastend für den Körper als eine Vollblutspende und kann daher bis zu 60 Mal im Jahr geschehen. Leider ist diese wichtige Form der Blutspende noch nicht so bekannt. Daher will sich die NRW-Koalition mit ihrem Antrag „Plasmaspende rettet Leben: Landesinitiative zur Förderung der Plasmaspende – Unterstützung des Einsatzes von Anti-körpern gegen Sars-CoV-2″ dafür einsetzten, die Förderung der Plasmaspende durch Aufklärungskampagnen zu stärken. Ebenso wollen wir klinische Studien zum Einsatz von Antikörpern gegen Sars-CoV-2 in den Unikliniken hier in NRW unterstützen. Unser Antrag wurde nach Beratung in den Ausschüssen in der letzten Woche angenommen und verabschiedet.