Parlametariergruppe UK-NRW: Reise nach Edinburgh

In der letzten Woche habe ich mit der Parlamentariergruppe NRW-UK das schottische Edinburgh besucht. In den Parlamentariergruppen engagieren wir Abgeordnete uns überfraktionell für einen internationalen, grenzüberschreitenden Austausch weltweit. Als Abgeordnete kann ich Mitglied in bis zu zwei solcher Gruppen sein.

Franziska Müller- Rech, Ulrich Reuter und unser Parlamentarischer Geschäftsführer Henning Höne sind auch Mitglieder der Parlamentarier Gruppe und mit von der Partie. Die drei Tage in Edinburgh waren gefüllt mit vielen tollen Begegnungen und spannenden Terminen.

So hatten wir bspw. die Möglichkeit, das schottische Parlament zu besichtigen. Im Anschluss an eine Parlamentsführung tauschten wir uns mit Mitgliedern der Cross-Party Group on Germany – die Parlamentariergruppe Deutschland im schottischen Parlament – aus.

Besonders spannend war, dass wir am Mittwochnachmittag die Regierungserklärungen der First Minister Nicola Sturgeon auf der Besuchertribüne mitverfolgen konnten. Thema war natürlich der, am 31. Januar vollzogene Brexit– für den es in Schottland keine Mehrheit gab. Umso wichtiger, weiter eng zusammenzuarbeiten und sich weiter auszutauschen.  We leave a light on for you.

Als hochschulpolitische Sprecherin war ich natürlich besonders an den Universitäten und Hochschulen in Schottland interessiert.

Am Rande des Besuches habe ich mich deshalb mit meinen Kolleginnen und Kollegen auch über die Hochschulpolitik Schottlands ausgetauscht. Dabei war eines schnell klar: Die Probleme und Herausforderungen, vor denen die Universitäten in Schottland und NRW stehen, ähneln sich sehr.

Thema war aber auch hier der BREXIT. Gerade für Studierende aus NRW, die ihr Auslandssemester in Schottland mit ERASMUS verbringen wollen, sind durch den BREXIT große Unsicherheit entstanden. Durch meine Kolleginnen und Kollegen erfuhr ich schließlich, dass deutsche Studierende mit dem Studienstart bis zum Wintersemester 2019/20 und 2020/21 für „undergraduate“- Programme weiterhin von den Studiengebühren befreit sind und Schottland weiterhin an allen EU-Programmen partizipiert.

Was danach geschieht ist noch unklar. Wichtig ist es aber, dass wir den regen Austausch weiterhin aufrechterhalten.

Es war eine wirklich tolle Erfahrung, sich mit den schottischen Kolleginnen und Kollegen über Unterschiede und Gemeinsamkeiten Parlamentsarbeit auszutauschen.