Novellierung des Weiterbildungsgesetzes – zukunftsfähige Ausgestaltung der Weiterbildung

In dieser Woche haben wir einen gemeinsamen überfraktionell erarbeiteten Entwurf für die Novellierung des Weiterbildungsgesetzes eingebracht. Mit der Novellierung soll sowohl den aktuellen Herausforderungen für gemeinwohlorientierte Weiterbildung begegnet werden als auch eine zukunftsfähige Ausgestaltung und Anerkennung der wichtigen Arbeit im Bereich der Weiterbildungen gewährleistet sein. Die Weiterentwicklung des Gesetzes wurde über Monate in einem breit Beteiligungsprozess mit vielen Einrichtungen und Trägern vorbereitet.

Wir alle kennen die Volkshochschulen – dass diese auch Ausdruck unserer Landesverfassung sind, die Land und Gemeinden verpflichten, Erwachsenenbildung und damit auch lebensbegleitendes Lernen zu fördern, wissen wohl die wenigsten. Lebensbegeleitendes Lernen hat unendlich viele Facetten. Alle sind wichtig – von der Möglichkeit, einen Schulabschluss nachzuholen, eine Sprache zu erlernen oder Hilfe zur Selbsthilfe in unterschiedlichsten Lebenslagen zu erhalten.

Im Zentrum der Novellierung steht der Bürokratieabbau, verbesserte institutionelle Förderung und mehr Flexibilität und Innnovationskraft. So sollen bspw. die Volkshochschulen einfacher Weiterbildungsförderung abrechnen können und einen höhere Pauschale je hauptamtlichen Mitarbeiter erhalten. Zusätzlich stellt das Land ab 2023 zusätzlich 1 Mio. Euro für einen Innovationsfonds zur Verfügung. In einem wettbewerblichen Verfahren sollen innovative Projekte mit bis zu 50.000 € gefördert werden. Nach der ersten Lesung in dieser Woche, geht die Novelle nun in das parlamentarische Verfahren.