Moderne Arbeitswelten

Wenn uns die aktuelle Krise etwas gezeigt hat, dann dass Arbeiten remote, also unabhängig vom eigentlichen Arbeitsplatz, in sehr vielen Bereich umsetzbar ist – die Digitalisierung macht es möglich und eröffnet eine große Bandbreite an neuen Möglichkeiten für Arbeitszeitmodelle.Die geltenden Arbeitszeitregelungen bilden diese Möglichkeiten des zukunftsorientierten Arbeitens jedoch nicht ab. Ihnen liegt noch die Vorstellung von orts- und zeitgebundenen Tätigkeiten zugrunde.
Daher fordern wir in einem fraktionsübergreifenden Antrag (ohne AFD) die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für eine aktive Begleitung dieses Wandels und insbesondere die Schaffung von Räumen zum Experimentieren einzusetzen.
Denn wir wollen kein Arbeitszeitmodell vorgeben. Wir wollen Rahmenbedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer schaffen, die flexible Arbeitszeitmodelle zulassen. Hierfür ist auch die Umstellung der täglich Höchstarbeitszeit auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von zentraler Bedeutung.Zusätzlich soll die Landesregierung die Sozialpartner in NRW beratend unterstützen, ein umsetzungsfähiges Konzept für Experimentierräume zu entwickeln.  In einem kreativen Prozess können hier Lösungen für die Arbeitswelt 4.0 entwickelt werden können. Die Ergebnisse hieraus sollten wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden.
Es muss die Balance gefunden werden zwischen der Flexibilität auf der einen und dem Gesundheitsschutz für die Beschäftigten auf der anderen Seite