Frauen in der Wissenschaft

Pünktlich zum Weltfrauentag rückt die Debatte um die Position von Frauen in der Erwerbsgesellschaft wieder ins Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Auch im Hochschulbereich sind eine leistungsgerechte Bezahlung unabhängig vom Geschlecht sowie der Abbau von geschlechterbezogenen Hürden zentrale Themen. Auch, wenn unsere Hochschulen bereits eine tolle Arbeit im Bereich der Gleichstellung leisten und es gute Entwicklungen in diesem Bereich gibt, besteht dennoch Verbesserungsbedarf.  In einer unabhängige wissenschaftliche Studie des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW wurde im Bereich Besoldung eine klare Differenz zwischen den Geschlechtern sowohl über alle Besoldungsstufen hinweg als auch innerhalb einer Besoldungsstufe besteht. Das bereinigte Bruttomonatsgehalt von Professorinnen ist im Durchschnitt 521 Euro geringer als das von Professoren. Dies entspricht einer Verdienstlücke von 7,7%. Gemeinsam mit unserem Partner der CDU haben wir im letzten Sommer daher einen Antrag auf den Weg gebracht, um Frauen in der Wissenschaft zu stärken, um so keinen klugen Kopf zu verlieren (link zum Antrag). Im Zentrum unseres Antrags stehen zum einen die transparente und leistungsgerechte Gestaltung von Leistungsbezügen, der verstärkte Fokus auf Möglichkeiten Beruf und Familie vereinbaren zu können und als dritten Teil die Stärkung und Unterstützung von Netzwerkstrukturen, Mentorinnen – und Austauschprogrammen.

In OWL werden zwei unserer Hochschulen – die Universität Paderborn und die FH Bielefeld bereits von weiblichen Doppelspitzen geleitet. Beide Präsidentinnen haben immer wieder deutlich gemacht, dass es weibliche Vorbilder braucht, die zeigen, was alles geht. Davon bin auch ich fest überzeugt und möchte mich weiter dafür einsetzen, dass jede Frau ihre Chance erhält und auch ergreifen kann.