Erste Hilfe durch Laien stärken

Jedes Jahr sterben deutschlandweit mehr als 50.000 Menschen an plötzlichem Herz-Kreislauf-Versagen außerhalb eines Krankenhauses. Leider treffen Rettungsdienste häufig zu spät für den Patienten ein. Deshalb kann die Ausbildung von Laien die Überlebenschance drastisch erhöhen. Können bspw. Angehörige unverzüglich mit einer Herzdruckmassage beginnen, könnten jährlich 10.000 Menschenleben gerettet werden. Zwar ist die Quote der Ersthelfer bereits um rund 40% gestiegen. Trotzdem müssen sich noch mehr Menschen zutrauen, in Notsituationen zu helfen.

Daher hat die Landesregierung das landesweite Modellprojekt „Laienreanimation an Schulen in Nordrhein-Westfalen“ mit einer Laufzeit von 3 Jahren ins Leben gerufen. Denn bereits in den Schulen muss der Grundstein gelegt werden, damit die Fähigkeiten breitenwirksam und nachhaltig vermittelt werden. Mit dem Antrag der Landesregierung, „Erste Hilfe und Wiederbelebung stärken“, soll mittelfristig die flächendeckende Unterrichtung von Reanimationsmaßnahmen erreicht und das erfolgreiche Modellprojekt zum Regelangebot ausgebaut werden. Zudem will der Antrag die Infrastruktur sogenannter „First-Responder-Systeme“ zur Alarmierung ausgebildeter Ersthelferinnen verbessern. Durch eine über die Leitstelle aktivierte Smartphone-App könnten so Ersthelfer/innen, wenn sie sich in der Nähe einer Notfallsituation befinden, innerhalb kürzester Zeit Hilfe leisten. Auch hier ist das Ziel eine flächendeckende Bereitstellung zu ermöglichen, und einheitliche Standards zu setzten. Ein wichtiges Thema und ein pragmatischer Antrag der Landesregierung!

Link zum Antrag: http://landtag/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-3576.pdf

Frau Susanne Schneider, unsere gesundheitspolitische Sprecherin und selbst ausgebildete Krankenschwester, zeigt in ihrem Video wie eine Reanimation zu handhaben ist. Schaut mal rein:

https://www.facebook.com/watch/?v=2780920958859027&extid=I4BL0vnWBjMcG7iv