Die Landarztquote in NRW ist ein Erfolgsprojekt mit Vorbildcharakter

Zum Wintersemester 2019/20 hat NRW als erstes Bundesland die Landarztquote (LAQ) eingeführt. Über die LAQ werden 7,8 Prozent der Medizinstudienplätze in NRW an ausgewählte Bewerberinnen und Bewerber vergeben, die sich vertraglich verpflichten, nach ihrer Facharztausbildung für zehn Jahre in einer unterversorgten Region als Hausärztin oder Hausarzt zu arbeiten.

Die Zahl der Bewerbungen überstieg die Zahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze in jedem Auswahlverfahren deutlich, Interesse und Nachfrage sind weiterhin groß. Laut aktuellem Bericht zum Landarztgesetz Nordrhein-Westfalen haben sich in den bisher sechs Bewerbungsaufrufen (Winter- und Sommersemester) insgesamt 3.349 Personen auf 528 zur Verfügung stehenden Medizinstudienplätzen im Rahmen der Landarztquote beworben. Mit Stand Dezember 2021 haben 495 Studierende ihre Zulassung nach der LAQ erhalten. Aktuell stehen pro Studienjahr 182 Studienplätze zu Verfügung.

Damit ist die Landarztquote ein voller Erfolg. Sie ist neben Maßnahmen wie dem Hausarztprogramm, der Gründung der Medizinischen Fakultät OWL an der Uni Bielefeld und der Verdopplung der Medizinstudienplätze an der Uni Witten-Herdecke ein wichtiger Baustein, um eine möglichst wohnortnahe hausärztliche Versorgung auch in Zukunft zu erhalten. Denn von den rund 11.000 vertragsärztlichen Hausärztinnen und Hausärzten in NRW sind mehr als die Hälfte älter als 55 Jahre. Sie werden voraussichtlich in den kommenden 10 bis 15 Jahren in den Ruhestand gehen und damit aus der Versorgung ausscheiden. Um das heutige Versorgungsniveau zu erhalten, müssen wir die hausärztliche Versorgung weiter stärken.

Die Pressemitteilung finden Sie hier: https://www.mags.nrw/pressemitteilung/gesundheitsminister-laumann-zieht-erste-bilanz-landarztquote-ist-ein-erfolgsprojekt