Daniela Beihl und Lorenz Deutsch besuchen Lars Schulz im Life House

„Wenn nichts mehr geht, dann musst du einfach machen“, so beschreibt Lars Schulz, pädagogischer Leiter des Vereins für Jugend, Freizeit und Kultur Stemwede, seine Idee zur digitalen „Mittagspause“. An 100 aufeinanderfolgenden Tagen brachte Schulz im März 2020 eine Stunde das Life House-Stemwede zu den Kindern und Jugendlichen nach Hause, die Lockdown-bedingt nicht mehr ins Life House kommen konnten.

So lernten sich auch Lorenz Deutsch, kulturpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, und Lars Schulz kennen: in einer Talkrunde mit Politiker:innen, denn Gäste waren schnell ein zentraler Bestandteil der „Mittagspause“. Gemeinsam mit Lorenz Deutsch besuchte ich in der letzten Woche das Life House in Stemwede.

Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Vorstandmitgliedern stellte Lars Schulz den Abgeordneten die vielen unterschiedlichen Tätigkeitsbereiche und Projekte des Life House vor. Hinter der Devise „einfach-mal-machen“ stecken kluge und mutige Ideen, ein auf das Gemeinwesen in Gänze ausgerichteter Ansatz und ganz, ganz, ganz viel Ehrenamt.

„Ich dachte, ich kenne das Life House ganz gut, ich bin hier aufgewachsen, kenne natürlich die „umsonst und draußen“-Festivals. Aber was alles dahintersteckt, wo der Verein überall aktiv ist und wie mutig und liebevoll hier die Projekte umgesetzt werden, das beeindruckt mich einfach ungemein“, erklärte Daniela Beihl.

Bei selbstgebackenem Kuchen wurde unter anderem über den Wert von Kultur, den Abbau von Zugangshürden durch „Umsonst“-Projekte und die Bezahlung von künstlerischer Leistung diskutiert, aber auch wie man ganz praktisch die Kulturschaffenden der Region noch besser vernetzen kann.

Ein Blick in die Zukunft wurde auch gewagt. Durch die Landesförderung „Dritte Orte“, kann der Verein für Jugend, Freizeit und Kultur einen Anbau realisieren. Dieser soll Platz bieten für ein gemütliches Café. Das fehlt noch, finden die Vorstandsmitglieder. Jeder Raum erfüllt so viele Funktionen. Müssen Sie auch bei so vielen Projekten. Da braucht es aber einen Raum, wo man sich treffen und einfach einen Kaffee mit einer Freundin trinken kann.

„Das Life-House Stemwede ist ein Dritter Ort wie man ihn sich vorstellt – neben dem eigenen Zuhause und der Arbeit/der Schule einen Ort an dem man sein kann und Teil einer Gemeinschaft ist. Besonders beeindruckt mich, dass das Life House direkt noch einen Schritt weiter gegangen ist und den digitalen Dritten Ort in der Corona-Krise geschaffen hat und daran jetzt anknüpft“, erklärte Lorenz Deutsch nach dem Besuch.

Bei der Verabschiedung versprach man sich in Kontakt zu bleiben – nicht nur ein Besuch im Landtag ist angedacht. Daniela Beihl hat auch versprochen beim nächsten Staffeltriathlon teilzunehmen. Eine der unzähligen Traditionsaktionen des Life House Stemwede.