Beihl: Digitales BAföG-Verfahren

Nordrhein-Westfalen erprobt im Rahmen eines Pilotprojekts ein neues digitales BAföG-Antragsverfahren. Daniela Beihl, hochschulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, begrüßt den Einsatz der Landesregierung und erklärt:

„Mit dem Projekt „BAföG Digital“ digitalisiert die Landesregierung das Antragsverfahren und baut damit Hemmnisse bei der Inanspruchnahme des BAföG weiter ab. Das ist notwendig, denn auch im Jahr 2020 werden noch rund 99 Prozent aller BAföG-Anträge in Nordrhein-Westfalen auf dem Papierweg eingereicht. Die BAföG-Beantragung muss so einfach wie möglich gestaltet und die Bearbeitung schneller abgeschlossen sein, damit noch mehr jungen Menschen ein sozialer Aufstieg durch Bildung gelingt.“

Die FDP-Landtagsfraktion hatte bereits im Juni gemeinsam mit der CDU die Initiative „Studierende unterstützen – Beantragung und Bearbeitung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz BAföG digitalisieren“ in den Landtag  eingebracht. Damit wurde die Landesregierung beauftragt, sich dafür einzusetzen, ein neues digitales BAföG-Antragsverfahren in Nordrhein-Westfalen zu erproben. Ziel ist eine Digitalisierung des gesamten Prozesses, der nicht nur die Antragstellung, sondern auch die Nachweisübermittlung, die Bearbeitung bis zur Bescheidzustellung und die Kommunikation umfasst.

Nordrhein-Westfalen besitzt die dichteste Hochschullandschaft Europas und ist daher besonders dafür geeignet, ein neues BAföG-Antragsverfahren zu testen. Mit dem kostenfreien Servicekonto.NRW verfügt das Land bereits über ein etabliertes Portal zur Identifikation für alle E-Government-Dienste. Dadurch bestehen in NRW beste Voraussetzungen für ein neues, digitales BAföG-Verfahren mit breiter Akzeptanz.“