Afrikanische Schweinepest (ASP) auf dem Vormarsch

Neben der Corona-Pandemie rückt nun mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) ein weiteres Virus in den Fokus der Öffentlichkeit. Ungefährlich für den Menschen, kann sie für landwirtschaftliche Betriebe zu schwerwiegenden Verlusten bis hin zu Existenzvernichtung führen.Nordrhein-Westfalen ist mit einer Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft bereits gut auf einen ASP-Ausbruch vorbereitet. Diese muss die Landesregierung mit den benötigten Zäune ausstatten, um eine wildschweinfreie Zone einrichten zu können. Denn das größte Risiko für eine Ausbreitung stellt die Übertragung innerhalb der derzeit sehr üppigen Wildschweinpopulation dar. Für eine Minimierung des Risikos ist auch eine deutlichen Bestandsabsenkung durch die Jägerschaft unabdingbar. Herkömmliche Bejagungsstrategien stoßen jedoch trotz gewaltiger Anstrengungen an ihre Grenzen, Schwarzwild ist inzwischen reines Nachtwild. Die natürliche Lichtverhältnisse reichen für eine effektive Bejagung nicht aus, die derzeit Rechtslage in NRW verbietet allerdings den Einsatz von künstlichen Lichtquellen.
Hier muss die Landesregierung auf dem Verordnungswege tätig werden und die Zulassung von Nachtzielgeräten analog zu anderen Bundesländern umsetzen. Auch muss Sie zusammen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz NRW eine Jagd auf Wildschweine forcieren.Neben den Jagdmaßnahmen soll die Landesregierung schweinehaltende Betriebe zur Teilnahme am ASP-Früherkennungsprogramm ermutigen. Um sich auf einen ASP-Ausbruch und damit verbundene Handelseinschränkungen vorbereiten zu können, können Betriebe bereits jetzt über Testungen den Status „ASP-frei“ erlangen.

Link zum Antrag:
https://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/dokumentenarchiv/Dokument/MMD17-11846.pdf